Farbe fehlt
Ist die Grundierung erhalten und fest, steht die farbliche Einbindung im Vordergrund. Ob zusätzlich ein Niveauausgleich nötig ist, hängt von der Tiefe des Verlusts ab.
Ein kleiner Farbausbruch in einer dunklen Bildpartie kann stärker auffallen als eine größere Fehlstelle am Rand. Ob neben der Farbe auch Material fehlt, entscheidet darüber, wie die Stelle vorbereitet werden muss.
Eine Kittung füllt eine Vertiefung in Grundierung und Malschicht und passt deren Oberfläche an. Eine Retusche ergänzt die Farbe auf der vorbereiteten Fehlstelle. Nicht jede farbliche Störung benötigt deshalb eine neue Kittung.
Im Atelier am Kaiserdamm 5 in Berlin-Charlottenburg prüfen wir, ob die Ränder fest sitzen, ältere Ergänzungen erhalten werden können und wie weit eine farbliche Anpassung dem Gemälde hilft.
Wenn neben Fehlstellen auch Firnis, Reinigung oder Leinwand betroffen sind, hilft Gemälde restaurieren Berlin als Gesamtüberblick.
Was auf einem Foto wie ein heller Fleck aussieht, kann freiliegende Grundierung, ein tieferer Materialverlust oder eine ältere Ergänzung sein. Bei der Untersuchung werden diese Fälle unterschieden.
Ist die Grundierung erhalten und fest, steht die farbliche Einbindung im Vordergrund. Ob zusätzlich ein Niveauausgleich nötig ist, hängt von der Tiefe des Verlusts ab.
Fehlen auch Teile der Grundierung, kann eine Kittung die Vertiefung ausgleichen. Höhe und Struktur werden auf die angrenzende Oberfläche abgestimmt.
Eine dunkle oder glänzende Ausbesserung ist zunächst ein Befund. Vor einer Korrektur wird geklärt, wo sie liegt und ob ihre Bearbeitung das Original gefährden würde.
Die Zeichnungen zeigen einen vereinfachten Schnitt durch eine Fehlstelle. In diesem Beispiel fehlen Grundierung und Farbe über einem intakten Bildträger. Die Darstellung ist nicht maßstabsgetreu und bildet keinen konkreten Restaurierungsfall ab.
Wo Farbe und Grundierung verloren sind, entsteht eine Vertiefung. Nur einen passenden Farbton aufzutragen würde diesen Höhenunterschied nicht ausgleichen.
Nach der notwendigen Sicherung wird der Materialverlust ausgeglichen. Dabei zählt neben der Höhe auch die Struktur der benachbarten Malerei. Die Stelle ist anschließend noch nicht farblich eingebunden.
Auf der vorbereiteten Ergänzung wird die Farbe an die Umgebung angenähert. Die orange Markierung zeigt hier nur die Lage der Retusche. Am Gemälde wird ihr Farbton auf die Malerei abgestimmt.
Eine flache Stelle mit erhaltener Grundierung kann eine andere Vorbereitung benötigen. Ein offener Leinwandriss wiederum betrifft den Bildträger selbst. Welche Schritte passen, lässt sich erst am jeweiligen Schaden entscheiden.
Bei diesem Gemälde wurde fehlende Leinwand am unteren Rand eingesetzt und grundiert. Die Aufnahmen zeigen die Vorbereitung und die anschließende Retusche dieser Ergänzung. Sie veranschaulichen die farbliche Einbindung einer neuen Fläche, nicht den Auftrag einer Kittmasse.
Die helle Grundierung fällt neben der dunkleren Malerei deutlich auf. Die Ergänzung des Trägers allein stellt den farblichen Zusammenhang noch nicht her.
Die bearbeitete Partie wurde an die umgebenden Farbtöne angenähert. Auf diesem Detailfoto lässt sich die veränderte Bildwirkung erkennen. Struktur und Glanz müssen zusätzlich am Original beurteilt werden.
Wie der beschädigte Rand vor dem Einsetzen aussah, zeigt der vollständige Reparaturfall zur Leinwandergänzung. Die Bilder dokumentieren dieses einzelne Werk und erlauben keine Vorhersage für andere Schäden.
Eine weiße Unterbrechung in einem dunklen Hintergrund kann den Blick vom eigentlichen Motiv ablenken. Eine begrenzte Ergänzung soll diesen Kontrast beruhigen. Erhaltene Pinselspuren und die originale Malerei geben dabei die Orientierung.
Nicht jede Alterung muss verschwinden. Eine flächige Neufassung würde auch erhaltene Bildsubstanz verdecken. Besonders bei fehlenden Gesichtspartien muss geklärt werden, was sich aus dem vorhandenen Motiv überhaupt begründet ergänzen lässt.
Eine braun gewordene Ausbesserung kann über einer stabilen Kittung liegen, aber auch auf originale Farbe übergreifen. Diese Schichtlage ist für jede weitere Entscheidung wichtig. Die auffällige Farbe allein sagt noch nicht, ob sich die Ergänzung gefahrlos bearbeiten lässt.
Der Ratgeber zu alten Retuschen am Gemälde erklärt sichtbare Hinweise. Für eine Behandlungsentscheidung werden zusätzlich Oberfläche und Materialverträglichkeit am Werk untersucht.
Für eine erste Einschätzung sind Gesamtbild und Details wichtig. Besonders hilfreich sind Fotos ohne starken Glanz, damit Fehlstellen und frühere Ergänzungen erkennbar bleiben.
Bei einer Retusche wird zuerst geklärt, ob die Stelle stabil ist und welche Ergänzung dem Bild wirklich hilft.
Sie senden Fotos von Gemälde, Fehlstelle, Oberfläche und Rückseite.
Wir prüfen Malschicht, Kittung, Altretuschen, Firnis und Stabilität.
Sie erhalten eine Einschätzung zu Grenzen, Wirkung und Aufwand.
Die Retusche erfolgt zurückhaltend und passend zu Farbe, Struktur und Glanz.
Retusche verbindet sich häufig mit Sicherung, Reinigung und Firnisprüfung. Den größeren Zusammenhang zeigt Gemälde restaurieren Berlin.
Heben sich Farbschollen an der Fehlstelle, muss zuerst ihr Halt geprüft und die gefährdete Malerei gesichert werden.
Ist das Leinwandgewebe beschädigt, braucht die Stelle zunächst eine tragfähige Grundlage für weitere Ergänzungen.
Ein gealterter Überzug kann die umgebenden Farben verändern und damit die Abstimmung einer Retusche beeinflussen.
Das ist möglich. Seitliches Licht betont Höhenunterschiede und Oberflächenstrukturen, die bei frontaler Betrachtung weniger auffallen. Wie unauffällig eine Ergänzung wirken kann, hängt auch von Maltechnik, Schadentiefe und Glanz ab. Vollständige Unsichtbarkeit unter jeder Beleuchtung lässt sich nicht zusagen.
Nein. Eine Kittung kommt infrage, wenn fehlendes Material eine Vertiefung hinterlassen hat. Bei erhaltener Grundierung oder einer tragfähigen älteren Kittung kann eine andere Vorbereitung genügen. Entscheidend sind Tiefe, Festigkeit und Oberflächenstruktur der betroffenen Stelle.
Eine auffällige Altretusche wird nicht automatisch entfernt. Zunächst werden ihre Lage, ihr Material und der Zustand darunter untersucht. Je nach Befund kann Belassen, eine begrenzte Bearbeitung oder eine erneute farbliche Anpassung vertretbar sein.
Anzeichen älterer Retuschen einordnenGerade bei Augen, Mund oder Händen beeinflusst eine Ergänzung den Ausdruck erheblich. Wenn die erhaltene Malerei keine verlässliche Orientierung gibt, würde freies Nachmalen eine neue Bildaussage erfinden. Der Umfang einer Ergänzung muss deshalb anhand des erhaltenen Motivs begrenzt werden.
Eine Kittung ersetzt keine Reparatur des Gewebes. Bei einem offenen Riss oder fehlender Leinwand muss zunächst der Bildträger behandelt werden. Erst auf einer geeigneten Grundlage wird entschieden, welche Ergänzungen an Grundierung und Farbe erforderlich sind.
Reparatur eines beschädigten Bildträgers ansehenDie Fläche allein sagt wenig über den Aufwand aus. Eine kleine Unterbrechung in einem Gesicht oder einem feinen Farbverlauf kann mehr Abstimmung verlangen als ein größerer Verlust in einer gleichmäßigen Randzone. Auch vorhandene Kittungen, lockere Ränder und Glanzunterschiede spielen eine Rolle.
Senden Sie uns eine Gesamtansicht und Details der auffälligen Partien. Für die Untersuchung von Kittungen, Farbrändern und früheren Ausbesserungen vereinbaren wir einen Termin im Atelier am Kaiserdamm 5.